Gunnar Garms von Open Doors beim Evangelischen Arbeitskreis Kiel

03.07.2014

Das geht uns alle an – Christenverfolgung in der Welt -- Gunnar Garms von Open Doors beim Evangelischen Arbeitskreis Kiel
Zu einem heiklen aber leider oft an den Rand des politischen und medialen Bewusstseins gedrängten Thema konnte der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises Kiel, Heinz Pries, eine große Zahl von Teilnehmern aus der Partei und der interessierten Öffentlichkeit begrüßen. Besonders erfreut zeigte sich Pries, dass es gelungen sei, mit Gunnar Garms einen ausgewiesenen Fachmann gewonnen zu haben, der anschaulich zum Thema „Christenverfolgung in der Welt“ vortrug. Der Referent hatte als Entwicklungshelfer in Usbektistan selbst erfahren können, was es für seine Familie und ihn bedeutete in einem Land zu leben, in dem Christenverfolgung auf sehr subtile Weise praktiziert wird. Open Doors ist eine in den Niederlanden gegründete Organisation, die sich in der ganzen Welt um Christen kümmert, die Verfolgung leiden.

                                                                            

Dank an der Referenten
Dank an den Referenten
In seinem engagierten Vortrag, der sehr anschaulich durch Bild- und Filmmaterial unterstützt wurde, machte Garms deutlich, dass in rund 50 Ländern dieser Welt, die meistens kommunistisch, hinduistisch oder islamisch geprägt sind, Menschen um ihres Glaubens willen Repressalien ausgesetzt sind. Die Christen sind die am meisten angegriffene Gemeinschaft. Als Grund führte Gunnar Garms an, dass Christen auch bei stärkstem Druck zu ihrer Überzeugung und damit zu ihrem Gott stehen. Autoritäre Regime akzeptieren nicht, dass neben ihrer Autorität eine andere Macht steht. Bei der Verfolgung geht es fast immer um Macht. Im weiteren Verlauf seines Referates schilderte Gunnar Garms an Hand aktueller Beispiele aus Indien, Syrien, Irak, Nordkorea und Nigeria, wie Glaubensverfolgung tatsächlich geschieht. Besonders perfide, so empfanden es auch die Zuhörer, sei z.B. das Vorgehen von Boko Haram in Nigeria, die Gottesdienste angreift oder Häuser und Familien zerstört oder die lebenslange Haft in Konzentrationslagern in Nordkorea, allein aufgrund des Besitzes einer Bibel.
Mit Sorge und auch durch Fachwissen geprägt wurde in der Diskussion immer wieder die Frage gestellt, was wir in Deutschland und Europa unternehmen können, um die schlimmsten Verfolgungen zu beenden. Gunnar Garms wies darauf hin, dass jeder Einzelne gefragt ist, zum Beispiel das Thema überall dort, wo es sich anbietet, zur Sprache zu bringen und auch die Politik mehr zu sensibilisieren. Als Beispiel, wie Politik sich kümmern kann, nannte er den Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder, der während seiner Besuche in den entsprechenden Staaten, immer wieder auf die Unmenschlichkeit der Glaubensverfolgung hinweist.
Nach über zwei interessanten Stunden dankte Kreisvorsitzender Heinz Pries dem Referenten und machte unter dem Beifall der Anwesenden deutlich, dass Gunnar Garms nicht  nur  überzeugend zu dem Thema Position bezogen hätte sondern auch ein „Überzeugungstäter“ sei.
V.i.S.d.P
Kreisvorstand EAK Kiel