Pflegeversicherung zukunftsfest gemacht

17.10.2014

Der Deutsche Bundestag hat heute das Pflegestärkungsgesetz I beschlossen. Damit verbessern sich 1. Januar 2015 die Pflegeleistungen. Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Pflegekräfte erhalten künftig mehr Geld. Um die Beiträge zur Pflegeversicherung trotz des demografischen Wandels auch langfristig stabil zu halten, wird ein Teil der Beiträge in einen Vorsorgefonds eingezahlt. „Mit diesem Schritt wird erstmals innerhalb eines Sozialsystems für die Zukunft vorgesorgt.“, erläutert Thomas Stritzl am Rande der Abstimmung. „So bleibt die Pflege auch in Zukunft bezahlbar.“ Insgesamt sollen pro Jahr1,2 Milliarden Euro in diesen Fonds abfließen.

„Gute Pflege hat aber dennoch ihren Preis“, führt Stritzl weiter aus. Für die Beibehaltung der hohen Pflegequalität steige der Beitrag zur Pflegeversicherung daher im kommen-den Jahr um 0,3 Prozent. „Wir stellen dabei sicher, dass diese Mehreinnahmen direkt bei denen ankommen, die unsere Unterstützung brauchen. Vor allem pflegende Angehörige und Demenzkranke, aber auch Pflegerinnen und Pfleger profitieren hiervon.“, ist sich Thomas Stritzl sicher. Künftig sei z.B. sichergestellt, dass nach Tarif bezahlt werde. Außerdem würden alle Leistungen der Pflegeversicherung um 4 Prozent angehoben. Das schafft einen Ausgleich für die Preisentwicklung der letzten Jahre.

„Erstmals schaffen wir auch spezielle Leistungen für die Pflege Demenzkranker, um noch besser auf die damit verbundenen Herausforderungen einzugehen.“, freut sich Thomas Stritzl über die heutige Entscheidung. Die Flexibilisierung in der Tages-, Nacht-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege begrüßte Stritzl ebenfalls: „Familien sind der Pflegedienst der Nation. Sie brauchen unsere besondere Unterstützung.“