Wer Prävention verbessern will, muss auch den Impfschutz erhöhen

23.04.2015

Wer Prävention verbessern will, muss auch den Impfschutz erhöhen – Allgemeine Impfpflicht einführen
Zur Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zum Präventionsgesetz erklärt der Kieler CDU-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Gesundheitsausschuss, Thomas Stritzl:

Externe Gesundheitsexperten stellten in einer Anhörung zum geplanten Präventionsgesetz ihre Konzepte für eine Verbesserung der gesundheitlichen Prävention vor. Durch das Gesetz sollen die Vorbeugemaßnahmen in der Gesundheitsversorgung verbessert werden. Ziel ist es, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen und Beschwerden zu verringern. Für Thomas Stritzl ist damit auch die Erhöhung der Impfquoten verbunden: „Wer Krankheiten vermeiden will, muss auch den Impfschutz erhöhen. Nur so wird die Verbreitung von Infektionskrankheiten gezielt gestoppt. Einfache Empfehlungen reichen nicht aus. Wir brauchen mehr Aufklärung und vor allem für öffentliche Einrichtungen wie z.B. Kitas und Krankenhäuser verstärkte Impfpflichten. Dabei sind Scheuklappen in der Diskussion fehl am Platz. Ich trete für die Einführung einer allg. Impfpflicht ein.“

Im Zentrum des Gesetzentwurfs steht die Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention vor allem im öffentlichen Raum. Weitere Schwerpunkte des Gesetzentwurfs sind die Stärkung der betrieblichen Gesundheitsförderung und die präventionsorientierte Weiterentwicklung der Gesundheitsuntersuchungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Künftig soll ein stärkeres Augenmerk auf individuelle Belastungen und auf Risikofaktoren für das Entstehen von Krankheiten gelegt werden, die durch zielgerichtete Maßnahmen beseitigt oder vermindert werden

Bei der Finanzierung sollen die Krankenkassen künftig jährlich mindestens rund 490 Mio. Euro in Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention investieren. Mit den ebenfalls neuen Leistungen der Pflegekassen im Umfang von rund 21 Millionen Euro stehen damit zukünftig insgesamt jährlich etwa 511 Mio. Euro der Kranken- und Pflegekassen für primärpräventive und gesundheitsfördernde Leistungen bereit.