Wolfgang Börnsen; „Altersgrenzen diskriminieren aktive Senioren“

12.03.2015

Einen ersten Besuch stattete der neue Landesvorsitzende der Senioren Union Schleswig-Holstein, Wolfgang Börnsen, der Senioren Union Kiel ab. In seiner persönlichen Vorstellung berichtete der Landesvorsitzende, dass er sich im Beruf und in der Politik einen umfangreichen Erfahrungsschatz erwerben konnte. Allein 25 Jahre gehörte er für den Wahlkreis Schleswig-Flensburg dem Deutschen Bundestag an.
Der Referent bat die Teilnehmer, ihm die Frage zu stellen, die sie im Moment am meisten bewegen. Die zahlreichen Fragen befassten sich mit vielen aktuellen Politikfeldern von der Lehrerbesoldung über Griechenland, von den Auswirkungen der Fehmarnbelt Querung auf den Landesteil Schleswig über der Abwehr des Terrorismus, vom Verfassungspatriotismus über die Reduzierung der Polizei in Schleswig-Holstein. Wolfgang Börnsen stellte sich den Fragen und gab Antworten, die die Mitglieder der Senioren Union Kiel sehr zufrieden stellten.
In seinem Schlusswort stellte der ehemalige Bundestagsabgeordnete fest, dass der Deutsche Bundestag dringend einer Reform bedarf. So muss das Parlament verkleinert, die Wahlperiode verlängert und das Plenum insgesamt lebendiger werden. Auf ein großes Herzensanliegen der Senioren Union wies Börnsen hin, in dem er auf die Altersgrenzen in vielen Bereichen – wie zum Beispiel bei kommunalen Wahlämtern oder im Bereich der Gerichtsbarkeit - zu sprechen kam. Nach dem die durchschnittliche Lebenserwartung inzwischen bei Frauen 85 Jahre und bei Männern 82 Jahre beträgt, sei es nicht mehr einzusehen, dass ältere Menschen aus der Verantwortung gedrängt würden, nur weil sie ein bestimmtes Alter erreicht hätten. Aus Sicht der Senioren Union Schleswig-Holstein bedeutet jede Altersgrenze eine Diskriminierung und muss deswegen dringend abgeschafft werden.

Text und Bild
Heinz Pries Senioren Union Kiel