Zehn Tonnen Krankenhausausstattung auf dem Weg nach Liberia

18.03.2015

Zehn Tonnen Krankenhausausstattung auf dem Weg nach Liberia – Nicht nachlassen im Kampf gegen Ebola

Mit einer erneuten Hilfslieferung nach Liberia unterstützt der Bundestagsabgeordnete Thomas Stritzl den Wiederaufbau der Gesundheitsversorgung vor Ort. Mehr als 30 Krankenbetten und etwa eine Tonne medizinisches Material wie z.B. Atemschutzmasken, Spritzenbestecke und Verbandsmaterial wurden heute auf den Weg nach Liberia gebracht. Auch technische Diagnose- und Hilfsmittel wie mehrere EKG-Geräte und Defibrillatoren sind Teil der Lieferung. Denn nach wie vor ist der Kampf gegen Ebola in Westafrika nicht gewonnen. Die aktuellen Fallzahlen zeigen zwar einen Rückgang der Neuinfektionen, ein Wiederaufflammen der tödlichen Seuche ist aber nicht auszuschließen. Umso wichtiger ist es, die Gesundheitssysteme vor Ort für die Infektionsvermeidung und für die Pflege der Kranken – auch abseits von Ebola – zu stärken.

Die Betten und die anderen Hilfsgüter sind Sachspenden u.a. vom Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf (VKKD) und vom SCIVIAS-Krankenhaus St. Josef in Rüdesheim. In Liberia werden sie dringend gebraucht. Im Gegensatz zu Deutschland sind hier die Unterbringungs- und Liegemöglichkeiten zum großen Teil dramatisch. „Allen Spendern gilt mein größter Dank. Ihre Hilfe unterstützt die Menschen vor Ort auf ihrem schweren Weg zurück in die Normalität.“, freute sich Thomas Stritzl über die Großzügigkeit der Spender. Gemeinsam mit der liberianischen Botschafterin, Frau Ethel Davis, mahnte er an, in der internationalen Unterstützung nicht nachzulassen. „Jetzt müssen wir die Weichen stellen, damit sich derartige Epidemien nicht wiederholen. Wir müssen die öffentliche Verwaltung und die Gesundheitssysteme befähigen, die Versorgung und den Schutz der Menschen vor Ort zu gewährleisten. Die aktuelle Ebola-Epidemie hat gezeigt, wie schnell die Krankheit auch zu uns kommen könnte.“

Die Aktion wurde durch ein erstes Gespräch zwischen der liberianischen Präsidentin, Frau Ellen Johnson Sirleaf, und Thomas Stritzl im Juni 2014 ermöglicht. Bereits damals wurde für den Gesundheitspolitiker deutlich, dass dringend benötige Hilfe in Form praktischer Sachspenden die beste Unterstützung bietet. Er startete erste Aufrufe über Verbände, Medizintechnikhersteller und Klinik-Netzwerke und konnte damit seinen ersten Seefrachtcontainer im September 2014 zusammenstellen. Im Dezember 2014 wurde ein zweiter Container auf die Reise geschickt, gefolgt von einer Transportmaschine der Bundeswehr in diesem Jahr, die mit 22 Tonnen Medikamenten beladen war. Die jetzige Hilfslieferung wird die liberianische Hauptstadt Monrovia auf dem Seeweg Anfang April erreichen.